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Versorgung bei Aids und HIV auch in Corona-Zeiten sicherstellen

Zum Welt-Aids-Tag: Caritas Netzwerk HIV plädiert für Toleranz und Offenheit gegenüber HIV-Infizierten

Zum Internationalen Welt-Aids-Tag ruft das „Caritas Netzwerk HIV“, dem auch die Bonner Caritas angehört, zu Solidarität mit HIV-Infizierten auf. Beratung und Prävention von HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen (STI) seien auch angesichts knapper öffentlicher und kirchlicher Haushalte eine gesellschaftliche und caritative Aufgabe, gerade auch in Pandemie-Zeiten. Ansteckende Krankheiten müssten frühzeitig erkannt werden, um negative Folgen für Betroffene und Angehörige zu vermeiden.

Das Caritas Netzwerk HIV fordert gleichzeitig mehr Toleranz in der Gesellschaft: „Auch, wenn Aids, HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen (STI) durch gut greifende Präventions- und Behandlungsmöglichkeiten vermeidbar und behandelbar geworden sind, ist das repressive politische Klima, das Ausgrenzung und Diskriminierung zu Beginn der Aidskrise in den 80er Jahren ermöglichte, bis heute noch immer in unseren gesellschaftlichen Diskursen präsent“, so die Sprecher*innen des Netzwerks.

„Akzeptanz und Solidarität mit Betroffenen und Ratsuchenden erscheint uns wichtiger denn je und wird in unseren 10 Caritas-Beratungs- und Präventionsstellen bundesweit umgesetzt. Dabei ist die umfassende Annahme des Menschen und dessen Lebenswirklichkeit in unseren Einrichtungen Kriterium, an dem sich caritative Glaubwürdigkeit messen lassen will“, so Caritasdirektor Jean-Piere Schneider. Die Caritas Bonn hatte bereits 1988 ihre erste Aids-Beratungsstelle eröffnet. Diese Arbeit wird auch in der Kirche als pastorale Aufgabe verstanden.  „Vertrauen, Offenheit, Toleranz sind fest im katholischen Glauben verwurzelte Haltungen. Die Akzeptanz individueller Lebensstile ist unserem täglichen Handeln tief eingeschrieben“, so Schneider. 

In den vergangenen Monaten hat Corona auch in den HIV und STI-Präventionsstellen Vieles erschwert. Da viele Gesundheitsämter ihre Testangebote deutlich einschränken mussten, wurden in den Caritas- Beratungs- und Präventionsstellen immer neue kreative Wege gesucht und gefunden, anonyme Beratungs- und Testangebote trotz Kontaktbeschränkungen und Lockdown weiterzuführen.