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Gegen das Vergessen

Künstler Gunter Demnig setzt Stolperstein für Nazi-Opfer vor Caritas-Lädchen

„Der Terror startete hier, in meiner Straße, vor meiner Haustür, vor meinen eigenen Augen.“ Ganz konkret konfrontieren mit NS-Geschichte und Leid, das will der Künstler Gunter Demnig mit seinen Stolpersteinen. Gegen das Vergessen. Jetzt setzte Gunter Demnig im Auftrag der Caritas Bonn einen Stolperstein für Emilie Goldstein in den Bürgersteig vor dem Lädchen. Dort, in der Kaiserstraße 22, betrieb die Korsettmacherin ein Korsettgeschäft, ehe sie vom Hitler-Regime verfolgt und später in Auschwitz ermordet wurde. Heute ist in diesem Gebäude das Lädchen der Caritas untergebracht. Ein Second-Hand-Laden, der gleichzeitig Qualifizierungsprojekt für junge arbeitslose Frauen ist.

 

Position beziehen

„Als wir von dem Bonner Autor Uli Kaup die Geschichte von Emilie Goldstein erfuhren, war für uns schnell klar, dass wir als Caritas gerne die Verlegung dieses Stolpersteins initiieren würden“, so Caritasdirektor Jean-Pierre Schneider. „Es ist christliches Selbstverständnis, dass wir immer wieder auf das Schicksal der Menschen aufmerksam zu machen, die während des Nazi-Regimes wegen ihres jüdischen Glaubens verfolgt und ermordet wurden. Es ist uns ein Anliegen, gerade jetzt in der aktuellen politischen Situation ganz konkret Position zu beziehen und Nein zu sagen gegenüber jeder Art von Antisemitismus und Rassismus.“

 

Emilie Goldstein

Die 1875 in Göppingen geborene Korsettmacherin lebte von 1926 bis 1939 in Bonn. In der Kaiserstraße 22 betrieb sie ein Korsettgeschäft. Am 10. November 1938 drangen SS-Leute in Wohnung und Geschäft von Emilie Goldstein ein und verwüsteten beides. Im Januar 1939 verließ Emilie Goldstein Bonn, wurde 1942 nach Theresienstadt deportiert und 1944 in Auschwitz ermordet.

 

Mahnmal im Alltag

Der Kölner Künstler Gunter Demnig startete sein Projekt „Stolpersteine“ 1992. Die Stolpersteine sollen die Erinnerung an die NS-Opfer lebendig halten und Teil der Stadtgeschichte werden. „Ein Mensch ist erst vergessen, wenn der Name vergessen ist.“ Das Zitat aus dem jüdischen Talmud ist Demnigs Motivation. 75.000 Stolpersteine hat der Künstler mittlerweile in 24 Ländern verlegt.