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Bei zweitem Lockdown: Eltern und Kinder im Blick haben!
23.06.2020 - Netzwerk Frühe Hilfen: Erste Online Umfrage zu Corona - 4335 Eltern - 90.000 Antworten 
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Bei zweitem Lockdown: Eltern und Kinder im Blick haben!

Foto: Ute Grabowski, Photothek
Foto: Ute Grabowski, Photothek

Netzwerk Frühe Hilfen: Erste Online Umfrage zu Corona - 4335 Eltern - 90.000 Antworten

Die Auswertung der ersten Online-Umfrage zu Corona zeigt, dass die Belastungswerte im Vergleich zu Zeiten vor Corona um 65% stiegen. Die Koordinierungsstelle des Netzwerks Frühe Hilfen hatte die Online-Umfrage initiiert.  „Wir haben uns gefragt, wie es den Familien in der Corona-Krise gehen mag“, erklären Susanne Absalon (Caritas) und Anja Henkel (Familienkreis) ihren Impuls für die Online-Umfrage. Als Leiterinnen der Koordinierungsstelle des Netzwerks Frühe Hilfen Bonn hatten sie frühzeitig miterlebt, dass zu Beginn des Lockdowns die Anfragen von Eltern zurückgingen. „Viele Eltern hatten mehr als genug damit zu tun, sich in dieser neuen Situation mit ihren Kindern zu arrangieren. Und in der öffentlichen Wahrnehmung - auch im politischen Raum - war das Thema aus dem Fokus gerückt. Hier wollten wir ansetzen und den Eltern eine Stimme geben.“

 

Aus den 90.000 Antworten von 4335 Eltern ergibt sich ein vielschichtiges, aber auch eindeutiges Bild:

 

  • Corona trifft Familien in allen Lebensbereichen.
  • Kinder sind unmittelbar betroffen; Kinder aus prekären Lebensverhältnissen werden durch die Krise (noch mehr) benachteiligt.
  • Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist bei einem Lockdown nicht möglich.
  • Frauen sind besonders betroffen, weil sie den Hauptteil der Care-Arbeit leisten.
  • Der Corona-bedingte entschleunigte Alltag führt vielen Eltern vor Augen, unter welchem (Termin-)Druck die Familien im normalen Alltag stehen.
  • Eltern fühlen sich von der Politik allein gelassen.
  • Bei einem möglichen zweiten Lockdown müssen Eltern unterstützt werden, z.B. durch bessere Notbetreuung und Entlastung bei der Betreuung und Versorgung der Kinder.

 

„Die Ergebnisse sind nicht repräsentativ, sie werfen aber ein Schlaglicht auf die aktuelle Situation in Bonn und können Hinweise liefern, die für künftige Planungen genutzt werden können“, so Absalon und Henkel.

 

Dazu Judith Albert vom Vorstand Familienkreis e.V.: „Wir haben beim Lockdown gesehen, dass Eltern durch gleichzeitiges Kinderbetreuen, Homeschooling und Homeoffice extrem belastet sind, und dass es so zukünftig nicht funktionieren kann. Es braucht weitere Unterstützung für Familien und es muss Standards bei den Angeboten von Kita und Schule geben. Von Eltern wird generell viel verlangt. Ich wünsche mir, dass die Leistungen von Eltern gesellschaftlich und politisch viel mehr Anerkennung finden. Das bedeutet, dass die Themen Kinderbetreuung, Bildungssystem und Vereinbarkeit Familie und Beruf auch politisch einen deutlich höheren Stellenwert bekommen müssen.“

 

Caritasdirektor Jean-Pierre Schneider sieht Chancen für eine Verbesserung der Situation: „Die hohe Teilnahme zeigt uns, wie groß das Bedürfnis der Eltern ist, sich zu äußern. Wir sind froh, dass wir Eltern so eine Stimme geben konnten. Wir werden die Ergebnisse auf kommunaler Ebene weiterkommunizieren und schauen, was wir gemeinsam, auch mit den vielen Mitgliedern des Netzwerkes positiv verändern können, damit Familien und insbesondere benachteiligte Kinder und alleinerziehende Eltern nicht auf der Strecke bleiben.“

 

 

Das Netzwerk

Frühe Hilfen Bonn - Das Netzwerk für Vater, Mutter, Kind unterstützt mit mehr als 55 Einrichtungen aus den Bereichen Gesundheitshilfe, Jugendhilfe, Familienbildung, Kinderbetreuung und vielen anderen werdende Eltern und Familien mit kleinen Kindern. Ziel ist es, Eltern zu stärken und Kindern so ein bestmögliches Aufwachsen zu ermöglichen. Das Netzwerk bietet umfassende Hilfe und Beratung an. Telefonischer Kontakt: Anja Henkel und Susanne Absalon unter 0228-224155 (täglich von 9.00 bis 13.00 Uhr) oder per Mail: info@fruehehilfen-bonn.de. Weitere Informationen unter www.fruehehilfen-bonn.de

 

Hier das Ergebnis der Studie