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Wir kontakten auf allen Kanälen – mit Abstand
03.04.2020 - Das CaTz der Caritas - auch in Corona-Zeiten für psychisch Kranke geöffnet 

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Wir kontakten auf allen Kanälen – mit Abstand

Das CaTz der Caritas - auch in Corona-Zeiten für psychisch Kranke geöffnet 

 

Sonja T, die im CaTz normalerweise „Die kleinste Diskothek der Welt“ für die Teilnehmer*innen mit organisiert, muss sich umstellen. „Leider kann ich in Zeiten von Corona mein CaTz-Karaoke nicht mehr veranstalten, aber die Hauptsache ist, dass das CaTz geöffnet hat und wir uns weiterhin treffen können. Sonst fällt einem ja die Decke auf den Kopf.“ 

Die Kontakt- und Beratungsstelle für psychisch Erkrankte, das „CaTz“ in Beuel, hat auch in diesen schwierigen Zeiten geöffnet und ermöglicht es Klient*innen, sich vor Ort, aber mit dem gebotenen Zwei-Meter-Abstand zu treffen. Alle Besucher*innen, heute sind es rund 20, sind verteilt auf Aufenthaltsraum und Garten. Sie sind froh, dass ihnen das Angebot weiterhin zur Verfügung steht. Für sie ist das CaTz derzeit die einzige Anlaufstelle in Bonn. 

 

Vor-Ort-Angebote aufrecht erhalten

Der Gemeinschaftsraum und der Garten im CaTz sind auf den Sicherheitsabstand abgestimmt worden – nur noch wenige Stühle und Tische stehen mit mehr Abstand voneinander. Was geht noch in Zeiten von Corona? „Wir treffen uns ein bis zwei Stündchen mit Abstand, singen vielleicht zusammen und bekommen das Essen zum Mitnehmen. Und die Aktion mit dem Mundschutz-Nähen hat ja heute angefangen, da können wir uns auch beteiligen“ sagt eine Besucherin. 

Anita Schönenberg, die Leiterin des Bereichs Sozialpsychiatrie, betont, dass das CaTz so lange wie möglich geöffnet sein wird: „Wir machen schon so viel wie möglich online oder am Telefon, aber es ist wichtig für unsere Klient*innen, dass die vor-Ort-Angebote im CaTz aufrechterhalten werden. Das heißt eine tägliche Aufklärung über Schutz- und Hygienemaßnahmen, Ideen zur Gestaltung der freien Zeit, und Unterstützung, emotional mit den Sorgen und Alltagsfragen umzugehen, finden statt. Und natürlich die Organisation -  wie halten wir zwei Meter Abstand und Händewaschen. Ganz wichtig! Dort, wo sonst immer mehr als 25 Menschen sitzen, gibt es jetzt nur noch Platz für 5 Personen gleichzeitig.“ 

 

Wir sind weiter für alle da

Neben der Funktion als Treffpunkt hört man von vielen, wie wichtig ihnen das Essen im CaTz ist. Das wird momentan aber nur als To-go und auf dem Hof ausgegeben. Anna Maria H. kommt regelmäßig ins CaTz und hat Freunde hier. Sie sagt: „Ich wohne im betreuten Wohnen, und meine Depression macht es mir manchmal schwer, vor die Tür zu gehen. Das Angebot im CaTz hilft mir, die Woche zu strukturieren und auch regelmäßig warm zu essen.“ Giesela Scheele, Hauswirtschaftsmeisterin im CaTz kocht und gibt das Essen aus - auch dies natürlich mit Sicherheitsabstand. Sie betont, wie wichtig das Essen für die Betreuten ist, da viele nicht die Möglichkeit haben, sich selber regelmäßig zu versorgen. „Es ist wichtig, die Bindung an die Klient*innen zu halten und Ihnen die Möglichkeit einer warmen Mahlzeit zu geben. Das Essen To-Go wird gut angenommen und die Leute sind froh, dass wir auch weiterhin für sie da sind“.  

Andere Angebote des Sozialpsychiatrischen Zentrums werden regelmäßig online oder am Telefon durchgeführt. „Gerade jetzt ist es wichtig, den Kontakt zu den Klient*innen aufrecht zu erhalten und genau zu erspüren, wie gerade die Befindlichkeit ist“, sagt Edith Gonnermann, zuständig für die Koordination und psycho-soziale Begleitung der Klient*innen im Rahmen der Arbeits- und Beschäftigungsmaßnahmen. Die Teilnehmer*innen sind momentan nicht in ihren Maßnahmen, so dass es wichtig sei, dass man sich auf die veränderte Situation einstellt und trotzdem den  Versorgungsauftrag weiterhin ausführt: „Wir kontakten auf allen Kanälen, so dass wir keinen verlieren“.

 

Mundschutz für alle

Wirksam sein auch in Zeiten von Corona, Abstand halten, sich und andere zu schützen, darum geht es jetzt. Deshalb hat das CaTz jetzt eine Mundschutz-Nähaktion gestartet, mit der die Caritas-Einrichtungen versorgt werden sollen. Denn momentan gibt es nicht genügend zu kaufen. Alle Kolleg*innen, die Nähen oder Zuschneiden können, sind aufgerufen, sich an der Aktion zu beteiligen. Auch die Klient*innen werden im Home-Office miteinbezogen. Hilde Kölb, Sozialarbeiterin in der Tagesstätte Bonn Duisdorf, hat im Sozialpsychiatrischen Zentrum Nähmaschinen in verschiedenen Räumen aufgebaut, die für die Aktion zur Verfügung stehen. Klar, die Masken sind nicht nach DIN-Standard hergestellt wie die industriell gefertigten. Aber sie sind ein Schutz gegen Tröpfcheninfektion. Und wenn jeder und jede eine trägt, dann wäre das eine gute Sache. „Die Mundschutze sind aus doppelt gelegter Baumwolle mit Flieseinlage gefertigt. Nach Gebrauch müssen sie in einer 90-Grad-Wäsche ausgekocht werden und sind dann wieder verwendbar “, weiß Hilde Kölb. 

 

Vom CaTz aus wird jetzt das Nähen organisiert. Und bei allen ist die Message klar: Wir sind da, wir halten Kontakt – mit Abstand gemeinsam!