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Wie muss es sein - ein glückliches Heim?

9. Juli 2009;

Wie muss es sein – ein glückliches Heim?
Bonner Kunstverein startet Kunst-Projekt in Caritas-Einrichtungen
 
Was ist Schönheit in der Architektur? Fühle ich mich in meinem Zuhause wohl? Was ist ein glückliches Heim der Gerechtigkeit und Liebe? Mit solchen Fragen konfrontiert die in Köln lebende kroatische Künstlerin Kristina Leko Bewohner und Besucher von Caritas-Einrichtungen. Die Künstlerin befragt die Nutzer der Sozialeinrichtungen zu ihren Verhältnissen und ihren Erfahrungen mit Architektur im unmittelbaren Bezug auf die eigene Lebenswirklichkeit, -qualität und -erfahrung und ihre Wunschvorstellungen. Heraus kommen soll ein Gesamtkunstwerk, das an der Außenfassade des Bonner Kunstvereins zu sehen sein wird.
 
Kristina Leko erarbeitet derzeit mit kleinen und großen, alten und jungen Künstlerinnen und Künstlern aus den Caritas-Einrichtungen „Uns Huus“ (Jugendzentrum), „Marienhaus“ (Alten- und Pflegeheim), „Prälat-Schleich-Haus“ (Wohnungslosenheim) und „Haus Mondial“ (Fachdienst für Integration und Migration) in Workshops einzelne Kunstwerke. Aus Bildern, Skizzen, Collagen, Texten und Filmen wird das Gesamtkunstwerk entstehen. Neben den Einrichtungen der Caritas sind die evangelische Agentur für Migrations- und Flüchtlingsarbeit und der Seniorentreff Blumenhof an dem Projekt beteiligt.
 
Es geht darum, jene Menschen über Architektur und ihre Auswirkungen auf das persönliche Leben zu befragen, die auf ihr persönliches Wohnumfeld oft am wenigsten oder gar keinen Einfluss haben: Menschen, die sozial ungenügend vernetzt sind oder benachteiligte Menschen. Sie sollen durch dieses Projekt motiviert werden, sich mit dem Thema auseinander zu setzen und erhalten eine Stimme in der Öffentlichkeit.
 
Die Künstlerin, Kristina Leko, wurde 1966 in Zagreb (Kroatien) geboren. 2001 zog sie nach Deutschland. Sie lebt und arbeitet in Zagreb und Köln. Kristina Leko ist seit 1989 als freie Künstlerin tätig. Ihre Schwerpunkte: Konzeptuelle Kunst, Installationskunst: erweiterte Fotografie, Texte, Video, Objekte, multimediale Kunst, Projekte im öffentlichen Raum.
Das Projekt wird von der Kunststiftung NRW gefördert.

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