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03.04.2020 - Das CaTz der Caritas - auch in Corona-Zeiten für psychisch Kranke geöffnet 

Lebende Bibliothek mit Prämie ausgezeichnet

27. April 2017;

Caritasdirektor Jean-Pierre Schneider und Projektleiterin Renate Kern (Mitte) freuten sich mit den
Caritasdirektor Jean-Pierre Schneider und Projektleiterin Renate Kern (Mitte) freuten sich mit den "lebenden Büchern" über die Auszeichnung

Lebende Bibliothek mit Prämie ausgezeichnet

Top 10 bei Sonderpreis des Bundeskultusministeriums – Delegation besuchte Projekt

 

Zum zweiten Mal hat Kulturstaatsministerin Monika Grütters im Schauspielhaus Düsseldorf Integrationsprojekte mit dem Sonderpreis „Kultur öffnet Welten“ ausgezeichnet. Aus ganz Deutschland hatten Künstler und Kreative ihre Vorschläge eingereicht. Die „lebende bibliothek“, ein spannendes Integrationsprojekt der Bonner Caritas, wurde für den Sonderpreis nominiert.

 

Bei den TOP 10

„Es gab sehr viele interessante Projekte“, sagte Renate Kern, Projektleiterin ´lebende bibliothek`. „Auch, wenn wir keinen der drei Hauptpreise erhalten konnten, sind wir sehr froh, zu den Top 10 zu gehören, die für den Preis nominiert wurden. Wir haben bei der Preisverleihung viel Lob und anerkennende Worte auch von der Kulturstaatsministerin erhalten. Das gibt uns einen Motivationsschub. Und die Projektprämie von 2.500 Euro hilft uns, das Projekt weiterzuentwickeln.“

 

"Alle zehn nominierten Vorhaben zeigen auf beeindruckende Weise, wie uns Kunst und Kultur einen Zugang zur Welt des Anderen eröffnen können", erklärte die Kulturstaatsministerin bei der Preisverleihung. "Daraus erwachsen gegenseitiges Verständnis, Zusammenhalt und die Fähigkeit, das Gemeinsame über das Trennende zu stellen. Das ist gelebte Integration." Zuvor hatte sich eine Delegation des Bundeskultusministeriums die „lebende bibliothek“ in Haus Mondial in Aktion angeschaut und mitgemacht.

 

Spannendes Konzept zum „Kennenlernen“

Das spannende Konzept ist schnell erklärt: die „lebende bibliothek“ ist eine innovative Veranstaltungsform, die das Ziel hat, Vorurteile aus dem Weg zu räumen und Menschen in Kontakt zu bringen, die sich sonst nie begegnen würden. 

Die „lebende bibliothek“ funktioniert tatsächlich wie eine klassische Bibliothek: Menschen leihen sich für die Dauer von 30 Minuten ein Buch und lesen es - nur dass in diesem Fall die Bücher echte Menschen sind und das Lesen hier ein Gespräch unter Vier-Augen bedeutet.

 

Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religion und Geschichte, mit unterschiedlichen Berufen, Hobbies oder Weltanschauungen – also Menschen, die im Alltag oftmals unter Stereotypen und Vorurteilen zu leiden haben, stellen sich für die Veranstaltung als Buch und damit den Fragen der Teilnehmenden zur Verfügung. Im Dialog gibt es somit authentisches Erfahrungswissen aus erster Hand, das Vorbehalte gegen Personengruppen abbauen helfen will.

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