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Frühe Hilfen Bonn startet Aktion gegen Postpartale Depression

26. Januar 2016;

Frühe Hilfen Bonn startet Aktion gegen Postpartale Depression

Umfrage bei betroffenen Familien: Versorgungslücken aufdecken, Angebote erweitern

 

Mehr als 3.300 Geburten gab es im vergangenen Jahr in Bonn. 3.300 glückliche Ereignisse.

Wer wollte da von Tränen reden! Tatsache ist, dass mindestens 330 dieser Mütter an einer Postpartalen Depression (PPD) erkrankt sind. Die Techniker Krankenkasse geht davon aus, dass 10 bis 20 Prozent aller Mütter nach einer Geburt an PPD erkranken. Dies wirkt sich auf die ganze Familie aus.

 

Versorgungslücken schließen

Das Netzwerk Frühe Hilfen Bonn hat daher eine Initiative gestartet. Mit einer umfangreichen Befragung online und per Flyer will das Netzwerk den Bedarf von Familien, die von Postpartaler Depression betroffen sind, erfassen, Versorgungslücken aufdecken und neue, passende Hilfsangebote bereitstellen. Es geht auch darum, das Thema Postpartale Depression aus der Tabuzone zu bringen. „Postpartale Depression ist eine ernsthafte und nicht seltene Erkrankung direkt nach der Geburt eines Kindes. Mütter werden mit Erwartungen und Anforderungen überhäuft. Das Kind steht zu Recht im Vordergrund. Aber auf das Wohlergehen der Mutter, die eine absolut zentrale Rolle für das Wohl des Kindes hat, wird viel zu wenig geachtet“, so Susanne Absalon vom Netzwerk Frühe Hilfen Bonn. „Hier gilt es ein Tabu zu brechen und dem Thema mehr Öffentlichkeit zu geben.“

 

Gerade bei der Begleitung und Unterstützung von Familien mit postpartalen psychischen Erkrankungen ist die Belastung der Familie enorm und der Druck für die Fachkräfte groß, möglichst kurzfristig passgenaue Hilfen zu installieren. Die optimale Unterstützung kann hier nur durch den koordinierten Einsatz von Hilfen aus unterschiedlichen Fachgebieten gelingen.

Die Online-Umfrage steht auch in Englisch, Spanisch, Polnisch und Türkisch zur Verfügung.

 

Das Netzwerk Frühe Hilfen Bonn ist ein Zusammenschluss von mehr als 50 Einrichtungen aus den Bereichen Jugendhilfe, Gesundheits- und Sozialwesen sowie Familienbildung. Ziel ist es, Familien bei einem guten Start mit ihrem Kind zu unterstützen, durch Beratungs- und Unterstützungsangebote, die auf die Bedürfnisse der Familien ausgerichtet sind.

 

Weitere Infos unter: www.fruehehilfen-bonn.de , Susanne Absalon, Tel.: 0228/ 108-248,

Mail: fruehehilfen@caritas-bonn.de , Frühe Hilfen Bonn – Das Netzwerk für Vater, Mutter, Kind

 

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