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Fetales Alkoholsyndrom

26. Oktober 2015;

Auf Dein Wohl, mein Kind!

Fetales Alkoholsyndrom: Ambulante Suchthilfe startet Präventions-Initiative gegen Alkohol in der Schwangerschaft

 

Jeglicher Alkoholkonsum, schon ein einziges Glas, während der Schwangerschaft kann beim ungeborenen Kind zu irreversiblen geistigen und körperlichen Schädigungen führen. Deshalb fordert Achim Schaefer, Bereichsleiter der Ambulanten Suchthilfe von Caritas und Diakonie: „Kein Tropfen Alkohol während der Schwangerschaft.“ Unter dem Motto „Auf Dein Wohl, mein Kind!“ hat die Ambulante Suchthilfe nun einen Präventionsinitiative gestartet. „Wir wollen ein äußerst schambesetztes und tabuisiertes Thema, das bisher für ein Unterschichtenphänomen gehalten wurde, enttabuisieren und für Betroffene Anlaufstelle sein“, so Schaefer.

 

In keiner Phase der Schwangerschaft ist Alkoholkonsum unbedenklich. Deutschlandweit kommen jährlich etwa 10.000 Säuglinge mit alkoholbedingten Schädigungen auf die Welt. „Man sieht den Babys ihr Handicap nicht immer auf den ersten Blick an“, so Melanie Odenbrett von der Fachstelle „update“. „Aber viele haben Schädigungen des Nervensystems, die zu emotionalen oder sozialen Auffälligkeiten bis hin zu schweren geistigen Behinderungen führen können.“ Im Fachjargon spricht man vom Fetalen Alkoholsyndrom (FAS). FAS ist zu 100% vermeidbar, wenn während der Schwangerschaft auf Alkohol verzichtet wird. Aber diese Gefahren werden bislang – auch in medizinischen Fachkreisen - oftmals eher heruntergespielt. Es mangelt an gesellschaftlichem Problembewusstsein.

 

FAS betrifft nicht nur suchtgefährdete Familien. Im Gegenteil: Jede Gesellschaftsschicht ist betroffen. Nach Untersuchungen des Robert-Koch-Instituts trinken 20 Prozent der Frauen in der Schwangerschaft hin und wieder Alkohol – unabhängig von sozialer Herkunft und Bildungsniveau.

 

In einer ersten Initiative will die Ambulante Suchthilfe Hebammen, Erzieher, Krankenschwestern, Ärzte und Mitarbeiter in Jugendhilfeeinrichtungen für das Thema sensibilisieren und über Folgen von FAS informieren, damit Eltern und Kindern geholfen werden kann. Allerdings: FAS ist nicht heilbar. Man kann nur die Folgen lindern. „Deshalb wollen wir Präventionsarbeit leisten und künftig auch Therapien anbieten“, so Schaefer

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