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Es geht darum, allen Menschen Teilhabe zu ermöglichen

25. Mai 2016;

Es geht darum, allen Menschen Teilhabe zu ermöglichen

 

Ambulante Suchthilfe von Caritas und Diakonie feiern zum Jubiläum gemeinsame Erfolge

 

"Wir haben das gleiche Menschenbild", sagen Caritasdirektor Jean-Pierre Schneider und Ulrich Hamacher, Geschäftsführer des Diakonischen Werks Bonn und Region. Und sie erklären damit, warum sich die beiden Wohlfahrtsverbände vor elf Jahren entschlossen, Suchthilfe in Bonn gemeinsam zu betreiben in einer „Ambulanten Suchthilfe Bonn“. Das Erfolgsprojekt ist in dieser Konsequenz und engen Zusammenarbeit von Caritas und Diakonie deutschlandweit einmalig. Die beiden Kirchen hatten sich damals entschieden, gemeinsam vielfältige und zuverlässige Hilfen für Menschen mit Suchtproblemen anzubieten, ihre Kräfte und Kompetenzen zu bündeln, um möglichst vielen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen und von Sucht belasteten Familien zur Seite zu stehen. Die gemeinsame Strategie, ein hohes Maß an Teilhabe und Inklusion statt Ausgrenzung zu sichern, ist in vielen Fällen gelungen.

 

Die Wirkungen und Faktoren dieser Kooperation aufzuzeigen, darum ging es beim Jubiläumsfest unter dem Motto „Alles Sucht oder was?“ im Haus der Evangelischen Kirche.

Mit Workshops, Aktionen und vielen Ansprechpartnern informierte die Ambulante Suchthilfe über ihre Arbeit. Jedes Jahr werden rund 4.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene in den Einrichtungen der Ambulanten Suchthilfe von Caritas und Diakonie geschult, beraten, betreut und behandelt. Bei der Jubiläumsfeier zum 11-Jährigen gab es viel Zuspruch aus Politik und anderen gesellschaftlich relevanten Gruppen. Bonns Bürgermeister Reinhard Limbach überbrachte die Grüße der Stadt: "Wir schätzen die Ambulante Suchthilfe als kompetenten und verlässlichen Partner".

 

 "Es kommt bei der Suchthilfe nicht darauf an, wer an einer Entwicklung Schuld hat", erläutert Ulrich Hamacher. "Es geht darum, allen Menschen Teilhabe zu ermöglichen", führt Jean-Pierre Schneider aus. "Vor der gemeinsamen Aktion hat jeder von uns für sich allein dasselbe getan", sagt Ulrich Hamacher. Früher hat jeder Verband für sich Suchthilfe betrieben. Heute sind es die gemeinsamen Konzepte, die den Klienten helfen. Das ist vor allem der gleichzeitige Zugang von medizinischer und psychologischer Seite, der Erfolge verspricht. Ein ganzheitlicher Ansatz. Weil auch die Sucht ein ganzheitliches Problem ist.

 

Auch künftig gebe es große Herausforderungen, so Bereichsleiter Achim Schaefer, der die Ambulante Suchthilfe im Auftrag von Caritas und Diakonie aufgebaut hat. Themen wie Mediensucht, Glücksspielsucht, aber auch neue Drogen spielten in Zukunft eine immer größere Rolle.

 

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